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Geiz ist geil
#11
(11.01.2012, 11:20)Eddy23 schrieb: Möchte hiermit Wolfgangs Forum "Kundenkontakt" feierlich eröffnen Wink

Das Thema ist wohl nicht neu, wohl aber kommt es mir so vor, dass es immer gravierender wird. Geht es euch denn auch so, dass Kunden die tollsten Vorstellungen und Wünsche haben, aber nicht bereit sind, dafür entsprechend zu entlohnen?

Da wird mit knappen Budgets argumentiert, aber die Features der Seite müssen dann schon umfangreich, professionell und up-to-date sein.
Ganz abgesehen von sog. Projektbörsen, wo gewünschte Webauftritte zu Schleuderpreisen über die Theke gehen.
Ich muss zugeben, das das nicht gerade erbaulich für die Psyche ist.

Könnt Ihr dies bestätigen oder habt Ihr andere Erfahrungen gemacht?

Eddy

Hallo Eddy,

ist echt schlimm mit dem Preisdruck heute. Das Geld was man heute für eine konzeptionell adäquat gestaltete Website bekommt rechtfertigt kaum noch den Aufwand. Meine Meinung ist hart bleiben und nicht den Preis drücken lassen. Lieber keinen Auftrag als einen solchen. Webdesigner, Onlinemarketer sowie Programmierer gibts ja auch nicht wie Sand am Meer. Falls du dich über unser Unternehmen informieren möchtest. Dann nutze bitte diesen Link > ###Link entfernt, sah nach plumpen Backlinkaufbau-Versuch aus###
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#12
Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass man halt hart bleiben muss. Wenn man sich in einer Sache drücken lässt, dann versuchen es Kunden auch bei einer anderen. Im Zweifelsfall insbesondere wenn die Kunden so diskutierfreudig sind, sag ich eh lieber gleich:"Danke für Ihr Interessse, aber ich fürchte das ich Ihre Erwartungen nicht bedienen kann." Damit sage ich nicht das ich die Anforderungen nicht erfüllen kann, sondern halt das ich die Erwartungen nicht erfüllen kann/mag. Die Können sich ja gerne an der nächsten Schule irgendeinen Pseudo-Designer für 100 Euro suchen, der Ihnen ein bischen Schrott macht, oder sollen zu irgendeinem kostenlosen Webseitenanbieter gehen.
Meine Webprojekt Homepage: http://www.smart-interactive.de/
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#13
Ich denke es ist vielen nicht bewusst, mit welchen Kosten die Auftraggeber rechnen müssen, da ihnen nicht bekant ist, welchen Aufwand die Programmieren und Co. haben
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#14
Das sehe ich genauso, kleinere Agenturen haben es immer schwerer an Kunden zu kommen da das neue Baukastenprinzip immer mehr Kunden abwirbt, da sie die Leistung dort viel günstiger erhalten als bei „teuren“ Agenturen die die doch das gleiche Produkt verkaufen. Viele müssen erst mühsam überzeugt werden, dass sie die Leistung die sie dort erhalten oft nicht zufrieden stimmt. Die meisten Online Webdesign Agenturen lassen ihre Kunden oft allein und bieten so gut wie keinen Support an.
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#15
Das Thema kennt wohl jeder Webdesigner, aber bei mir haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Ansätze ergeben, um damit teilweise fertig zu werden und so zumindest trotzdem noch eine Chance gegen die großen Agenturen zu haben:

1. So viel wie möglich wiederverwenden, auf Vorlagen setzen und somit pro Kundenprojekt möglichst wenig am Grundgerüst neu machen zu müssen --> da kann man viel Zeit einsparen

2. Absolute Transparenz bei der Preispolitik, um den Kunden aufzuzeigen, was wieviel kostet

3. Angebote, die sich von denen der Konkurrenz abheben, um sich nieschen zu erschließen

4. Storytelling als Ansatz um eine Bindung zwischen sich und dem Kunden aufzubauen und diese im Laufe der Zeit auch aufrechtzuerhalten
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#16
Hallo im Forum

Zu diesem Thema kann ich ein Lied singen. (Nein ich träller jetzt nicht Smile )

Ich bin jetzt seit 20 Jahren dabei. D.h. ich habe die Anfänge mitbekommen als es noch "super" war und sich dieser Beruf noch tatsächlich gelohnt hat.

Wie ihr euch sicher erinnert wurde damals noch Erfahrung und Qualität bezahlt. Heute zählt nur noch der Preis.
Damals hatten wir mit Hobby-Frontpage und Dreamweaver Usern zu kämpfen, die glücklicherweise nicht wirklich Konkurenzfähig waren.

Heute kämpfen wir gegen die ganzen OS Syeteme.

Mal ehrlich. Es gibt soviele OS Systeme die sogar absoluten Programmiererdaus (die dann in Foren veruschen ihre Probleme zu lösen) ermöglichen mit wenigen Mausklicks eine vernünftige Seite an den Start zu ziehen. Diese können dann mit Preisen wie 300 Euro für einen Onlineshop an den Start gehen.

Unsereins wird dann gefragt wenns "doch etwas mehr sein soll". Z.B. Warenkorbmodul mit entsprechenden Zusatzfunktionen.

So. Nun sitzt man an so einem Modul mal gerne 5 - 6 Stunden dran (hat also den eigentlichen Kaufpreis von oben genannten 300 Euro schon überschritten) und muss dann dem Kunden erklären, wieso dieses kleine Modul jetzt mehr kosten soll als der komplette Shop.

Ich denke, dass gerade die ganze OS und (leider auch) JQuery Sache es uns immer schwerer macht.

Jeder Depp kann sich z.B. in Jquery in kurzer Zeit einlesen und es verstehen. Programmierkenntnisse sind eigentlich nicht mehr von nöten, zumal es Foren gibt, die einem bei jedem Problem helfen. Bzw. teilweise sogar schon funktionierenden Code liefern.

D.h. die Zeiten in denen Grafiker noch "nur" Grafiker waren sind vorbei. Welcher Grafiker braucht uns noch? Die Preise für Grafiker sind doch relativ konstant. Die Frage heutzutage ist doch nur, welcher Grafiker macht mir zu seiner Arbeit noch für einen Appel und eine Ei eine Webpräsenz daraus?

Aber das ist unsere Schuld selbts. Schließlich waren wir es ja, die selbst mit OS, JQ und co angefangen haben uns unsere Arbeit zu erleichtern.

Ich zB. habe angefangen mich auf Mobile Apps zu spezialisieren. Also nicht die Responisiven Dinge, sondern eben tatsächlich Apps die auch aussehen wie Apps.

Das hat eine Zeitlang auch super funktioniert. Aber jetzt beginnen auch hier die OS Deppen (sorry für den Ausdruck) zuzuschlagen.

Ich frage mich ob der Beruf Webdesigner, Web Programmierer langsam aber sicher ausstirbt.

Ich arbeite z.B. auch mit Firmen zusammen, sie native Apps erstellen. Ich wüsste aus dem Stehgreif keine native Apple App, deren Entwicklung unter 5000 Euro kostete. Hier wird bezahlt. Obwohl die Preise sogar steigen.

Bauen wir Webapps, die das gleiche können und zudem noch auf fast allen Geräten laufen, müssen wir uns für jeden Cent rechtfertigen.

Grund:

Es gibt keine OS Systeme für native Apps. (Bitte kommt jetzt nicht mit Phone Gap denn das ist wohl der größte Krampf den es gibt, zumal Apple fast keine PG App durch lässt)

Die Frage ist also, was tun wir?

Ehrlich gesagt: Gar nix. Denn wehren können wir uns nicht. Jeder, der einen festen Kundenstamm hat (Glücklicherweise auch ich) kann sich glücklich schätzen. Jedem der damit neu anfangen will rate ich "Es gibt auch noch viele gesuchte Zimmermänner".
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#17
Naja die meisten sehen nur die kostenlosen Freetemplates und denken sich dann warum soll ich hier mehre hundert Euro zahlen. Naja aber das war gerade im Design schon immer so. Wenn ich bedenke was für ein Preisdruck damals im PSD Forum betrieben wurde.
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#18
(21.02.2017, 14:42)PSAnfänger schrieb: Naja die meisten sehen nur die kostenlosen Freetemplates und denken sich dann warum soll ich hier mehre hundert Euro zahlen. Naja aber das war gerade im Design schon immer so. Wenn ich bedenke was für ein Preisdruck damals im PSD Forum betrieben wurde.

Und trotzdem zeigt sich gerade in diesem Bereich, dass Qualität halt ihren Preis hat. Natürlich kommt man mit Freetemplates zurecht, aber wenn man nicht selber noch dran rumbasteln kann (weil einem das knowhow fehlt) wird es wohl nur selten ein exzellentes Ergebnis.
Grüße, fibo
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