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SEO Abrechnung über einen längeren Zeitraum
#1
Hi,
ich bin neu hier im Forum und gründe gerade mit einem Partner eine GbR. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, vom Webdesign (via Wordpress) zu Social Media Marketing und SEO alles für die Klienten zu übernehmen. Nun stellen sich uns aber ein paar vertragliche Schwierigkeiten in den Weg:
Als erstes zur Website, die mit WordPress designt werden soll. Hier fragen wir uns, ob wir Templates und Plugins, die wir einmal gekauft haben ohne rechtliche Schwierigkeiten bei mehreren Projekten verwenden können. Werden die Lizenzen kontrolliert?
Oder kann der Betreiber der Webseite mit Schwierigkeiten rechnen?

Vielen Dank erstmal für eure Hilfe!
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#2
Hi, Walter. Zunächst mal herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg.

Zu Deiner Frage: Die Lizenzbedingungen für Plugins sind immer dabei, wenn Du ein Plugin kaufst. Meist ist es so, dass Du entweder eine Einzellizenz kaufen kannst, die dann auch nur auf einer Webseite eingesetzt werden darf oder eine "Pro-Lizenz", die mehrfach eingesetzt werden darf - manchmal sogar unbegrenzt. Also: Genau lesen. Selbst, wenn die Lizenzen nicht kontrolliert werden sollten, ist es selbstverständlich kein gutes Geschäftsgebaren, Geld mit nicht bezahlter Software zu verdienen. Wir sind selbst Designer und Entwickler und wenn wir die benötigten Module nicht selbst entwickeln, kaufen wir sie und berechnen Sie (meistens) an den Kunden weiter.

Meine Empfehlung ist, sich mittelfristig noch in andere Systeme als WordPress einzuarbeiten. Wir bedienen z. B. TYPO3, WordPress, Contao und Jekyll. Und speziell für WordPress gilt: Je weniger Plugins eingesetzt werden, desto besser. Denkt da bitte an die Sicherheit einer Webseite, den Pflegeaufwand usw. Wenn Ihr das erste Mal vor einer gehackten WordPress-Seite sitzt und einen weißen Bildschirm seht, geht's ja erst richtig los. Finde dann mal den Fehler (oder Hack), wenn du z. B. 20 Plugins einsetzt, was keine Seltenheit ist. Im WordPress-Bereich kommt einer effizienten Backupstrategie besondere Bedeutung zu.

Weitere Empfehlung: Definiert Eure Leistungen (gerade im SEO-Bereich) sehr detailliert und verständlich (Stichwort Pflichtenheft). Die Erwartungshaltung eines Kunden beim Stichwort SEO ist nämlich: Ich stehe ganz schnell auf Platz 1. Und das ist natürlich nicht der Fall, speziell wenn er sich ein einem entsprechenden Wettbewerbsumfeld befindet. Ich habe dazu gerade einen Beitrag geschrieben: https://www.confidea.de/wie-arbeitet-google/

Beste Grüße,
Leo
/* Wer einnmal fragt, ist 5 Minuten dumm. Wer niemals fragt, sein ganzes Leben */
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#3
""Werden die Lizenzen kontrolliert?
Oder kann der Betreiber der Webseite mit Schwierigkeiten rechnen?""

Klar bekommt der "Beitreiber" der Webseite Schwiedrigkeiten. Vor allen bei Internetseiten suchen die Rechteinhaber nach Verletzungen. Ist ja kein Problem da jeden zu finden. Dann kostet jede Abmahnung ein paar Tausend.

Danach bekommt deine GBR die Probleme und danach der von euch GBR-Inhaber der noch Geld hat. Der Schaden wird bei einer GBR nicht 50/50 eingetrieben sondern bei dem der Geld hat. Selbstverständlich könnte der eine am Schluß den anderen verklagen. Nur wenn nichts hat, der kann nichts zahlen.

Ich würde Raten aus der GBR eine UG zu machen und nur eigene Leistungen zu verkaufen. Bei "Fremdsoftware" wäre es auch sinnvoll diese NICHT als eigene Leistung zu verkaufen, denn sonst haftet Ihre auch dafür. Also Angebote und Rechnungen sehr genau abfassen.
Dipl. Ing. (FH) Klaus Seeberger Angel
Gutachter für Internetgestaltung

www.seeberger.info
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#4
Also ich kann da nur zu stimmen, es wird schon fast förmlich danach gesucht das irgendwelche Verletzungen vorliegen, und mit solch einer Abmahnung ist echt nicht zu spaßen.

Also ich würde sowas dann ungern mein Kopf hin halten wollen.
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#5
(29.11.2016, 15:56)Stgtklaus schrieb: ""Werden die Lizenzen kontrolliert?
Oder kann der Betreiber der Webseite mit Schwierigkeiten rechnen?""

Klar bekommt der "Beitreiber" der Webseite Schwiedrigkeiten. Vor allen bei Internetseiten suchen die Rechteinhaber nach Verletzungen. Ist ja kein Problem da jeden zu finden. Dann kostet jede Abmahnung ein paar Tausend.

Danach bekommt deine GBR die Probleme und danach der von euch GBR-Inhaber der noch Geld hat. Der Schaden wird bei einer GBR nicht 50/50 eingetrieben sondern bei dem der Geld hat. Selbstverständlich könnte der eine am Schluß den anderen verklagen. Nur wenn nichts hat, der kann nichts zahlen.

Ich würde Raten aus der GBR eine UG zu machen und nur eigene Leistungen zu verkaufen. Bei "Fremdsoftware" wäre es auch sinnvoll diese NICHT als eigene Leistung zu verkaufen, denn sonst haftet Ihre auch dafür. Also Angebote und Rechnungen sehr genau abfassen.


Also da ich selbst Geschäftsführer einer Online Marketing Agentur bin, kann ich dir nur folgendes empfehlen. Kaufe für jeden neuen Kunden eine Lizenz, dann bist du rechtlich gesehen auf der sicheren Seite. Außerdem solltest du eine Media-Haftpflicht abschließen um rechtlich komplett abgedeckt zu sein im Schadensfall.Falls Du dir mal meine Firma anschauen möchtest kannst du dies hier tun.
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