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Smart Objects, Dateigröße und Performance
#1
Hallo zusammen,

da ich eigentlich eher der Entwickler bin hakt es bei Photoshop hin und wieder, wenn es an die Pro-Möglichkeiten heran reicht.

Wenn ich aus einer Pixel-Ebene in Photoshop ein Smart Object erzeuge, dann hat das ja bekanntermaßen einige Vorteile. Das Smart Object verweist dann im Hintergrund wieder auf die ursprüngliche Pixel-Ebene, welche man per Doppelklick auf das Smart Object wieder erreicht. Soweit verstehe ich das schon.
Kopiert man nun das Smart Object (Duplicate Layer), dann verweisen beide Smart Objects auf ein und die selbe Pixel-Ebene.

Weshalb steigt die Dateigröße so enorm, wenn ich ein Smart Object mehrmals kopiere? Alle neuen Smart Objects verweisen auf die selbe Pixel-Grafik. Überprüft habe ich das, indem ich in einem dieser kopierten Smart Objects die Pixelgrafik bearbeitet habe. Diese Änderung wurde dann in allen Smart Objects automatisch übernommen.

Die Dateigröße ist dabei das kleinere Problem, aber auch die Performance von Photoshop geht gewaltig in die Knie, wenn ich diese Smart Object Ebene (sehr) oft kopiere.

Der Hintergrund

Ich möchte nicht destruktiv arbeiten und nutze daher Smart Objects. Für einen Fahrrad-Konfigurator muss ich viele Einzelteile eines Fahrrads in unterschiedlichen Farben exportieren. Die Studioaufnahme dient mir dabei als Vorlage für ein Smart Object. Dieses Smart Object kopiere ich dann x-mal um dort jeweils andere Freistellungspfade und Ebenenstile (für die Farben) anzuwenden:

[Bild: smart-objects.png]
Wie man sieht nehme ich für jedes Einzelteil ein Smart Object des gesamten Fahrrads und nutze jeweils andere Freistellungspfade.

Der Vorderreifen ist also ein Smart Object des gesamten Fahrrads (Studioaufnahme) mit einem Freistellungspfad für den Vorderreifen. Da ich sehr viele solche Ebenen benötige (ca. 30 bis 50 für die verschiedenen Kombinationen) wird Photoshop da extrem langsam bzw. die Datei sehr groß. Nachvollziehen kann ich das nicht, da es sich schließlich immer um das selbe Referenz-Bild handelt, welches in all diesen Smart Objects verknüpft ist.

Gibt es hier eine bessere Möglichkeit das umzusetzen?
Michael Schulze
Webentwickler & Designer

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#2
Hm, zu den Performance-Problemen kann ich nichts sagen, da ich bisher noch nie soviele Smartobjekte benötigt habe.

Aber wie ist es, wenn du die Ebenen als normale Kopien anlegst? Geht dann auch die Performance in den Keller?
Oder ist es unbedingt nötig, mit Smartobjekten zu arbeiten, nimmst du zwischendurch Korrekturen am Originalbild vor?
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#3
(04.05.2013, 12:15)wolfgang schrieb: Aber wie ist es, wenn du die Ebenen als normale Kopien anlegst? Geht dann auch die Performance in den Keller?
Die Dateigröße wird dann noch etwas größer und an der Performance ändert das leider nichts. Meine Hoffnung war ja, dass der Gebrauch von Smart Objects zu einer besseren Performance und effizienteren Dateigröße führt, da intern immer auf die selbe Pixel-Grafik verlinkt wird.
(04.05.2013, 12:15)wolfgang schrieb: Oder ist es unbedingt nötig, mit Smartobjekten zu arbeiten, nimmst du zwischendurch Korrekturen am Originalbild vor?
Unbedingt nötig ist es nicht, aber ich hatte halt diese Vorteile erwartet. Wenn ich in InDesign eine Verknüpfung mehrmals kopiere und dann den Ausschnitt, also die Maske, variiere, dann wirkt sich das dort auch nur ganz gering auf Dateigröße und Performance aus. Bei Photoshop CS6 erkenne ich da leider keine Vorteile. Sad
Michael Schulze
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#4
Wahrscheinlich haben die Photoshop-Entwickler nicht damit gerechnet, dass jemand 50 Smartobjekte innerhalb einer Datei verwendet Wink
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#5
(04.05.2013, 16:59)wolfgang schrieb: Wahrscheinlich haben die Photoshop-Entwickler nicht damit gerechnet, dass jemand 50 Smartobjekte innerhalb einer Datei verwendet Wink

Damit hast du wahrscheinlich sogar Recht. Nur frage ich mich immer noch, wie ich sonst alle Einzelteile am geschicktesten freistelle.
Allerdings konnte ich die Anzahl der benötigten Smart Objects schon um einiges verringern. Ich benötige eigentlich nur noch jedes Einzelteil ein mal. Gibt es den Reifen dann zusätzlich in 5 Farben, dann erstelle ich mir jetzt Einstellungsebenen, welche den Freistellungspfad enthalten.
Also statt mit 5 Smart Objects mit Ebenen-Stilen arbeite ich jetzt mit einem Smart Object und 4 Einstellungsebenen.

[Bild: bike-wheels.png]

Aber so wirklich verstehe ich nicht, weshalb Photoshop so Probleme mit immer dem selben Smart Object hat. Logisch erscheint mir das nicht, da im Hintergrund wirklich immer das selbe Pixelbild (1132 x 676px) verwendet wird.
Aus einem 2,2MB großen JPEG werden dank der Smart Object Kopien je nach Ebenen-Anzahl 500MB bis 1GB Photoshop-Datei. Photoshop schafft es also aus einer Pixel-Ebene und ca. 20 Freistellungspfaden (Vektoren sollten doch schön klein sein) die Dateigröße um mind. das 227fache zu vergrößern.

Wenn ich in InDesign externe Dateien verknüpfe und intern im InDesign-Dokument dupliziere, dann passiert das nicht. Da kommen nur ein paar Bytes für die Daten der Position und Masken dieser Objekte im Dokument hinzu.
Adobe = verrückte Welt
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